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  MEINE FAVORITEN

Öffentliches Interieur

 
12.04.2013

Wahre Liebhaber des Designs haben wahrscheinlich schon Museen, Gallerien und Salons entdeckt, etwas über die Geschichte des Designs gelernt und sogar die neuesten Kreationen ausprobiert. Aber lokales Design von guter Qualität kann auch in Hotels, Restaurants und Cafés gefunden werden. Die folgende Liste geschätzter Interieurs wurde vom Estnischen Zentrum für Design zusammengestellt. Bei Ihrem Erkundungsgang, der Ihnen sicher die Augen öffnen wird, können Sie eine Designkarte von einer der Touristeninformationen mitnehmen.


Kunstmuseum Kumu
Weizenbergi 34 / Valge 1, www.ekm.ee/kumu
Architekt Pekka Vapaavuori, 2006
Raumgestaltung und Möbel von Pille Lausmäe

Das riesige neue Kunstmuseum von Estland wurde bei seiner Eröffnung, die 2006 mit vielen Fanfaren stattfand, sowohl für seine Architektur als auch für seine Kunstsammlungen gepriesen. Ebenso erwähnenswert ist hier das minimalistische Interieur – ein Beweis für die perfekte Zusammenarbeit zwischen Architekt und Designerin.

Museum Miia-Milla-Manda
Koidula 21 C, www.linnamuuseum.ee/miiamillamanda
Raumgestaltung von Maile Grünberg, 2009

Die Eröffnung des Kindermuseum neben dem Kinderspielplatz in Kadriorg wurde 2009 von großen Erwartungen begleitet. Das Hauptgebäude des Kadriorg Kinderparks wurde ursprünglich 1937 gebaut und hat vor den in 2007 begonnenen Renovierungsarbeiten mehrere Leben durchgemacht. Heute ist das Haus geprägt von einer spannenden, sportlichen und abenteuerlichen Spielplatzatmosphäre. Es ist mit einer Küche, Rutschen und Spielmöglichkeiten ausgestattet und beherbergt Ausstellungen.

Okkupationsmuseum
Toompea 8, www.okupatsioon.ee
Architekten Siiri Vallner, Indrek Peil und Tomomi Hayashi, 2003

In dem beeindruckenden, von jungen Architekten gestalteten Gebäude aus Beton und Glas ist ein Museum beheimatet, in welchem das emotional meistbelastete Thema der jüngsten Geschichte Estlands behandelt wird. Der Besucher wird feststellen, dass das Museum fast gar keine Innenwände hat.

Synagoge
Karu 16, www.ejc.ee
Architekten Lembit-Kaur Stöör und Tõnis Kimmel, AB KOKO, 2007
Raumgestaltung von Liis Lindvere und Raili Paling

Das erste als Synagoge erbaute Gebäude in Tallinn nach der Zerstörung der früheren im Jahr 1944. Anstatt der anfänglichen Idee zum Bau einer Kopie der alten Synagoge wurde vom Architektenbüro eine zeitgenössische Lösung bestellt.

Puppentheater NUKU
Lai 1, www.nukuteater.ee
Raumgestaltung von Hannes Praks, Raivo Kotov und Andrus Kõresaar,
AB KOKO, 2001-2005

Als seiner Besucherschaft treu bleibend kann das Design des Puppentheaters am besten als kinderfreundlich und spielerisch beschrieben werden. Die Deckenleuchten heben die freundlichen Gesichter der Schauspieler des Theaters hervor, ein riesiges Aquarium bildet eine Wand für sich und in der Lobby sind bekannte Puppen aus den Schauspielen zu sehen. Das Café hier eignet sich ideal für einen schnellen Imbiss.

The Three Sisters Hotel
Pikk 71 / Tolli 2, www.threesistershotel.com
Raumgestaltung von Külli Salum, 2003

Eines der beliebtesten Monumente der Altstadt sind die Drei Schwestern, drei nebeneinander stehende Kaufmannshäuser mit giebelförmigen Dächern aus dem Jahr 1362. Heutzutage beherbergen sie ein 5-Sternehotel, in dessen luxuriösem Interieur, besonders in der Lobby und im Restaurant noch viel von der mittelalterlichen Atmosphäre erhalten ist. Das Hotel ist Mitglied der angesehenen Design Hotels Group.

Hotel L'Ermitage
Toompuiestee 19, www.lermitagehotel.ee
Architekt Indrek Allmann, AB Pluss, 2003-2004
Raumgestaltung des Erdgeschosses von Pille Lausmäe

Die Designer haben einfach ein profan aussehendes altes Gebäude genommen und es in ein modernes Hotel, umgeben von einer höchst markanten Kupferschale, umgewandelt. Das zeitgenössische Erdgeschoss ist nun ein modischer Raum, der sowohl von Touristen als auch von Ansässigen geschätzt wird.

Merchant's House Hotel
Dunkri 4/6, www.merchantshousehotel.com
Raumgestaltung von Raili Paling und Liisi Murula, AB KOKO, 2005

Grad' neben dem Rathausplatz gelegen wurde dieses mittelalterliche Gebäude in ein Luxushotel umgewandelt, wobei sorgfältig auf die Harmonie zwischen historischer Kontinuität und modernem Komfort geachtet wurde. Viele Details – Lampen, Kissen, Textilien usw. – wurden speziell für dieses Interieur gestaltet. Die Besucher können das Ergebnis der Designerarbeit im Café in der Lobby, im Kellerrestaurant und in der Ice Bar des Hotels sehen.

Hotel Telegraaf und Restaurant Tchaikovsky
Vene 9, www.telegraafhotel.com
Raumgestaltung von Külli Salum und Riina Harik, 2007

In dem anfänglich als Bank, dann als Wohnhaus und danach als Telegrafenzentrum verwendeten Haus wurde eine nicht-estnische glamouröse Atmosphäre geschaffen. Die typisch slawische Kombination aus Schwarz, Gold und Kristall findet sich vorwiegend im Restaurant.

Restaurant Bocca
Olevimägi 9, www.bocca.ee
Raumgestaltung von Pille Lausmäe, 2001

Das von der mit am meisten geschätzten Designerin des Landes gestaltete gehobene Altstadtrestaurant kombiniert estnische Sparsamkeit mit einem Hauch von Luxus. Nur ein paar Ikonen fürs Design, nichtsdestoweniger wurden aber eine Reihe von Möbelstücken ganz speziell für dieses Ensemble entworfen.

Restaurant Chedi
Sulevimägi 1, www.chedi.ee
Raumgestaltung von Toomas Korb, 2008

Das Chedi hat eine moderne asiatische Küche mit westlichem Bezug, wo modernes nordisches Design und minimalistische asiatische Klarheit verschmelzen. Dank der gelungenen Kombination gewann das Restaurant 2008 die Jahresauszeichnung der Estnischen Gesellschaft für Innenarchitektur für das beste Innendesign.

Restaurant Kaerajaan
Raekoja plats 17, www.kaerajaan.ee
Raumgestaltung von Ruumilabor, 2008

Das Restaurant stellt eine moderne Version von lokalen Traditionen dar – Gestaltungselemente, Speisen und Volkstanz, all dies weist auf den folkloristischen Charakter des Namens hin. In der Gestaltung dominieren Vergrößerungen von Handarbeitsmustern, Kronen aus Kupferröhrchen und mit Handschuhen dekorierte Lampen. Auf alten Vorbildern basierende Stühle sind weich gepolstert worden und mancher von ihnen hat auf ironische Weise seine Form geändert. Die visuelle Identität des Restaurants erzielte 2008 im red dot Wettbewerb den Preis in der Untergruppe Kommunikationsdesign.

Restaurant La Bottega
Vene 4, www.labottega.ee
Raumgestaltung von Pille Lausmäe und Kerli Lepp, 2008

Die Trattoria La Bottega ist ein Altstadtrestaurant mit italienischer Küche. Obwohl im Restaurant historische Details erhalten wurden, hat es eine mediterrane Atmosphäre. Bis hinauf zur dunkeI gebeizten Decke ist es mit Weinregalen ausgestattet und die Wände sind weiß. Solide Lüster und karierte Tischdecken runden die Atmosphäre ab. Im Jahr 2008 gewann das Restaurant die Auszeichnung der Estnischen Gesellschaft für Innenarchitektur für die beste historische Innenausstattung.

Mamo
Liivalaia 14, www.mamo.ee
Raumgestaltung von Hannes Praks

"Schnell" und "gesund" sind die Schlagwörter des Mamo, das eiligen Gästen gesundes und vollwertiges Essen anbietet. Die Inneneinrichtung bietet einen zusätzlichen Anreiz: der großzügige und helle Raum im Low-Tech-Design präsentiert Objekte, die – ehemals unbrauchbar geworden – einen neuen Nutzen finden. Eine neue, die Besucher erfreuende Richtung zeigt der durchgehende Filzdekor auf.

Restaurant Neh
Lootsi 4, www.neh.ee
Raumgestaltung von Kärt Kukkur und Imre Sooäär

Das bistrohafte Neh ist ein Ableger der sonst auf der Insel Muhu im Herrenhaus Pädaste gelegenen Küche in Tallinn vom 1. September bis zum 1. Mai. Das Küchenteam bietet Geschmackserlebnisse der Saison, die auf Erzeugnissen von einheimischen Kleinbauern basieren. Ein zusätzliches Erlebnis ist die wechselnde Auswahl an estnischer Kunst.

Restaurant Sfäär
Mere pst 6 E, www.sfaar.ee
Raumgestaltung von Kristiine Lõuk
Menuzusammenstellung Risto Kalmre und Pent Talvet

Ein Restaurant, das seine Vorliebe für Skandinavien herausstellt und sich beim Essen auf einheimische Saisonprodukte konzentriert. Die karge Atmosphäre basiert auf einfachen Jahrzehnte alten skandinavischen Designklassikern.

Restaurant Ö
Mere pst 6 E, www.restoran-o.ee
Raumgestaltung von Pille Lausmäe, 2003

Hier finden Sie ein großartiges Beispiel dafür, wie ein ehemaliges Industriegebäude, wo sich eine kalte Produktionsstätte befand – Teil eines Fabrikgeländes im Hafengebiet – durch die Umwandlung in ein gemütliches Restaurant wieder zu neuem Leben erweckt wurde. Die Designerin hat den Raum mit einer Symbiose von Bescheidenheit und Überfluss gefüllt, wobei braune und graue Farbtöne dominieren, was einem das Gefühl von erreichbarem Luxus vermittelt.

Café C'est La Vie
Suur-Karja 5, www.cestlavie.ee
Raumgestaltung von Maile Grünberg, 2007

Der Stil in diesem Café gehört zu den Lieblingsrichtungen der Raumgestalterin. Art Deco war schon in den frühen 1980ern die Visitenkarte von Maile Grünberg, als sie das legendäre Café Toome gestaltete. Das C'est La Vie erinnert ein wenig an Letztgenanntes, ist jedoch neu und frisch, ein mit sichtlicher Freude gestalteter Ort.

Café Maiasmokk
Pikk 16, www.kalev.eu/maiasmokk
Raumgestalter unbekannt

Vor etwas mehr als 200 Jahren wurde aus diesem entzückenden Gebäude auf der Pikk Straße in der Altstadt eine Süßigkeitenfabrik und seitdem hat es als Süßigkeitenladen und später als Café gedient. Maiasmokk hat sich die Mühe gemacht, sein historisches Interieur zu bewahren. Schauen Sie sich ganz bestimmt die originale Glasbemalung an der Decke an!

KuKu Kunstclub
Vabaduse väljak 8, www.kukuklubi.ee
Raumgestalter unbekannt

Jahrzehntelang diente der Keller der Tallinner Kunsthalle als legendärer Treffpunkt für die Künstler, Schauspieler und andere kreative Seelen der Stadt. Der Club hier hat seit seiner Eröffnung im Jahre 1935 eine Reihe von verschiedenen unvergesslichen Interieurs gehabt. Sein heutiges Aussehen stammt überwiegend aus den 1990er Jahren, aber seitdem sind auch noch viele Veränderungen vorgenommen worden.

Bar Valli
Müürivahe 14
Raumgestalter unbekannt

Valli ist wohl die einzige Bar in Tallinn, deren Interieur die Zeiten überlebt hat und die mehr oder weniger noch genauso aussieht wie zu Sowjetzeiten. Und da sie kürzlich auf die Liste der geschützten Kulturdenkmäler der Stadt gesetzt wurde, besteht nun die Verpflichtung dazu, dass diese Bar noch eine ganze Weile so aussehen wird wie jetzt. In der Mitte des holzbedeckten Raumes steht die für eine Bar typische Theke aus den 1970er Jahren, umgeben von einer Reihe von hohen Barstühlen. Und mehr passt auch nicht hinein, natürlich außer der immergrün Atmosphäre ...

Buchladen Rahva Raamat
Viru väljak 4/6 (Viru Keskus), www.rahvaraamat.ee
Raumgestaltung von Villem Valme und Hannes Praks, 2004

An dem Interieur dieses Buchladens gibt es nichts Trockenes oder Akademisches – der Buchladen wird charakterisiert durch kariertgemusterte Wände, einen fliegenden Fisch und einem ovalen Leseraum für die Kinder. Ein schickes Café, das sein eigenes zeitgenössisches Design hat, teilt seinen Raum mit dem Laden und ist ein ehrenwerter Treffpunkt.

 
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